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Der öffentliche Diskurs ist weniger von Mäßigung und Interesse an anderen Meinungen geprägt, sondern von Zuspitzung und festen Überzeugungen. Davon, dass die eigene Meinung die einzig wahre ist, sind die meisten Menschen überzeugt. Gerade die Kommunikation in sozialen Netzwerken verdeutlicht das. Zugespitzte Tweets und scharf formulierte Facebook-Postings verändern die Tonalität von Diskussionen. Hetze, reflexartiges Reagieren auf Überschriften und eine weit verbreitete Unfähigkeit zur sprachlichen Mäßigung sind in politischen Debatten zu beobachten. Soziale Netzwerke können geradezu als „aufmerksamkeitsökonomische Brandbeschleuniger“ wirken und die Polarisierung der Gesellschaft fördern.
Fest steht: In Österreich und anderen Ländern ist das Gefühl einer gesellschaftlichen Spaltung weit verbreitet. Migration und Identitätspolitik, Armut und Verteilungspolitik, Globalisierung und Wertewandel – all diese Themen sind Aspekte einer gesellschaftlichen Situation, die in vielen Ländern der Welt zu einem Erstarken des Populismus geführt haben.
Dienstag, 12. November 2019
Tulln
Eine gemeinsame Initiative der Industriellenvereinigung mit dem Roten Kreuz und der ERSTE Stiftung